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Doline

In Göschweiler, Gewann Rosshag

Glück hatte der Jäger Beck aus Dittishausen am Nachmittag des 10. Januar 1954. Kaum hatte er das Gewann verlassen, hörte er ein dumpfes Grollen. An seinem Standort, neben der alten Doline, war ein Loch mit 38 m Tiefe und einem Durchmesser von 16 - 18 m im Schnee eingebrochen.

Jüngste von zahlreichen Einbrüchen

Die Rosshag-Doline ist der jüngste von zahlreichen Einbrüchen im Muschelkalk, im Raume Göschweiler-Reiselfingen. Derartige Dolinenfelder auf Kalkgestein stehen immer im Zusammenhang mit unterirdischen Höhlensystemen. Verursacht werden diese durch die natürlich sauren und damit kalklösenden Niederschläge, welche auf zunächst feinsten Klüften in das Gestein bis zu einer wasserstauenden (z.B. tonigen) Schicht eindringen, hier unter- statt oberirdisch abfließen und dabei zu fortschreitenden Lösungserscheinungen führen. Hierbei entstehen z.B. unregelmäßige gangartige Hohlformen mit sich nach oben verjüngenden Querschnitten, wobei das Dach durch weitere Lösung und herabfallendes Material bis zum Einsturz emporwachsen kann.

Verursacht durch einen Hohlraum

Nach ersten geologischen Untersuchungen der Doline wurde sie durch einen Hohlraum verursacht, dessen Dach vor dem Einsturz bis 8 m und dessen Sohle 60-70 m unter der Oberfläche und bis in den mittleren Muschelkalt mit seinen besonders leicht löslichen Gipslager, hinabreichte. Vielleicht ist dieser daher mitverantwortlich für den Reichtum an Dolinen im Raum Göschweiler-Reiselfingen.

Dr. Dieter Heim und Dr. Dieter Mellert, Göschweiler

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