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Stadtgeschichte

Chronik der Stadt Löffingen

Von der frühesten Besiedlung unserer Region zeugen Funde aus der Jungsteinzeit, sowie etwa 2500 gut erhaltene Steinhügel im Raum Löffingen. Sie wurden von 1700 bis 1300 v. Chr. angelegt. Kelten haben von 600 bis 300 v. Chr. diese Grabhügel für Nachbestattungen genutzt. Ein Fernhandelsweg führte aus dem Neckarraum über Löffingen und Stallegg zum Hochrhein.

1. - 12. Jahrhundert

96 bis 81 v. Chr.
Eine Münze des Kaisers Domitian belegt die Anwesenheit der Römer.  

496 
Nach dem Zerfall des Römischen Reiches dringen Alemannen ein. Der Frankenkönig Chlodwig schlägt diese am Niederrhein und treibt sie nach Süden. 

500
Zwei Reihengräberfriedhöfe auf dem Alenberg und dem Käppelebuck belegen die Ansiedlung der Alemannen nach 500. Wie Orts- und Flurnamen beweisen, sind Kelten zurückgeblieben. 

819
Das Dorf Löffingen wird erstmals 819 in einer Urkunde genannt. Ein Centenar oder Hundertschaftsführer hat dieses Dokument gesiegelt. Der fränkische Beamte hat die Raumschaft Löffingen militärisch gesichert und verwaltet. Dieselbe Urkunde nennt die dem fränkischen Reichsheiligen Martin geweihte Kirche St. Martin. Zur Pfarrei gehörten um 1300 Göschweiler mit Dietfurt und Stallegg, Reiselfingen mit Hartheim, Seppenhofen, Oberthofen, Litzelstetten und Künsingen bei Löffingen, Rötenbach, Dittishausen, Weiler, Muchen, Unadingen und Bachen mit Neuenburg. Löffingen ist politisch wie kirchlich fränkischer Zentralort.  

1000
Die späteren Herzöge von Zähringen kommen in den Besitz der Baar. 

13. - 16. Jahrhundert

1270
Die Benediktinerabtei St. Blasien hat einen Mayerhof oder eine Schaffnei als Zentrale des Klosterbesitzes im Raum Löffingen. Die Besitzurkunde über diesen Mayerhof nennt auch erstmals die Stadt Löffingen. Die Zähringer sind 1218 von den Grafen v. Urach beerbt worden. Graf Heinrich der Erste erhielt bei einer Erbteilung die Baar. Nach seinem Wohnsitz nannte er sich ab 1250 von Fürstenberg. Bis 1806 blieben die Geschicke von Löffingen eng mit dem Haus Fürstenberg verknüpft. Vermutlich nach 1261 legte Graf Heinrich der Erste an der Kreuzung zweier Fernwege neben dem Dorf planmäßig die Stadt Löffingen an. Sie war als Zoll- und Marktstätte gedacht.

1318
Das "Löffinger Meß" wird erstmals erwähnt. Der Handel mit Getreide hat schnell an Bedeutung gewonnen. Der jeden Montag abgehaltene Kornmarkt ging erst 1900 mit dem Bau der Höllentalbahn ein. Das heutige Rathaus diente einst als Kaufhaus.

1342
Die vom Kloster St. Gallen erbaute Kirche wird St. Michael genannt. Die alte St. Martinskirche und das letztmals 1435 erwähnte Dorf Löffingen gingen ein. Der Friedhof wurde 1505 angelegt.

1373
Das älteste Löffinger Siegel zeigt zwei fast senkrecht stehende Löffel, dazwischen eine Lilie. Die Umschrift lautet: "s. burgium de Löffingen".

1439
Im Keller des Gasthauses "Sonne" ist eine Badstube. Das Salpeter und Alaun enthaltende Wasser wird 1565, 1571 und 1660 in Beschreibungen deutscher Heilbäder gerühmt. 1834 versiegte die Quelle.

1525
Politische und religiöse Gründe führen zum Bauernkrieg. Der Pfarrer wurde vertrieben, der Schultheiß rief zum Aufstand. Löffinger Bauern schließen sich dem Haufen zum Zug nach Freiburg und Radolfzell an. Die Stadt Löffingen brennt bis auf ihre aus Stein erbaute Kirche ab.

1571
Die Stadt geht am 4. Juli, dem Fest des Hl. Ulrich, in Flammen auf. 

17. Jahrhundert

1618
Zu Beginn des 30 jährigen Krieges ziehen spanische Truppen von Italien in die Pfalz. Das Volk muss Quartier und Essen geben, Pferde füttern, Botengänge tun. Pestepidemien und Viehseuchen suchen das Land heim.

1620
Eine Untertanenliste des fürstenbergischen Amtes Löffingen verzeichnet 488 Einwohner, die in 116 Haushalten leben.

1632
Die mit den Schweden verbündeten Württemberger dringen ein. Kaiserliche Truppen treiben sie weg. Wegen des tyrannischen Verhaltens der Soldaten fliehen die Leute in die Wälder oder in die Schweiz.

1635
Das Volk macht für die Not Hexen verantwortlich. Von Oktober 1635 bis März 1636 werden 27 Frauen und 6 Männer aus Löffingen in Blumberg hingerichtet.

1652
Die Bevölkerung ist auf die Hälfte der Zahl von 1620 zurückgegangen. 

1680
Ein Gemälde von Martin Menrad zeigt die Stadt mit Stadtmauer.

18. Jahrhundert

1701
Nach einem Gelübde lässt die Stadt über ihrer versiegten Brunnenquelle eine St. Antonskapelle errichten, woraufhin das Wasser wieder sprudelt. Der Bau wurde 1842 abgetragen.

1713
Bis 1715 ließ Pfarrer Markus Bosch die jetzige Kirche um- und neubauen. Der Turm erhielt eine barocke Zwiebel, die 1809 einem Spitzhelm weichen musste. Der heutige 51 m hohe Turm ist 1855 an der Westseite des Schiffes errichtet worden.

1714
Im Mailand brennen französische Soldaten sechs Häuser nieder. Der Name "Maienland" ist aus Neuland entstanden.

1740
Zum Dank für seine Rettung aus einem Schneesturm lässt ein Wanderer im Witterschnee (keltisch: "kleines Gewässer") ein Kreuz aufstellen. Dort entstand ein bedeutender Wallfahrtsort. 1751 und 1850 wurden hölzerne Kapellen und 1895 die heutige Kirche zum Witterschnee errichtet. Nachdem schon 1490 und 1638 Sägmühlen erwähnt werden, errichtet die Stadt Löffingen die noch heute existente "Stadtsäge".

1791 bis 1817
hat die Stadt schwer unter den andauernden Durchmärschen, Plünderungen, Einquartierungen und anderen Lasten durch Österreicher, Franzosen und Russen zu leiden. 

19. Jahrhundert

1806
Das Fürstentum Fürstenberg fällt an das Großherzogtum Baden. Hiesige Bürger müssen mit der badischen Armee in Napoleons Krieg ziehen.

1814
Löffingen hat 900 Einwohner und 140 Männer haben das Bürgerrecht. 

1819
Abbruch des oberen Tores, auch Stadtturm genannt. Der Bau hatte als Kerker gedient. Im Jahr 1887 fiel auch das untere Tor, welches abwechselnd Scherers, Rötenbacher und Göschweiler Tor hieß.

1848
Die Wogen des Aufruhrs schlagen hoch. Zweimal müssen württembergische Soldaten und Truppen des Deutschen Bundes für Ruhe sorgen. 

1870
Dem ersten Fasnetumzug von 1870 folgte die Gründung der Zunft der Laternenbrüder. Schon am Aschermittwoch des Jahres 1856 hatte die Stadt Weißbrot backen lassen und Fasnet gefeiert.

20. Jahrhundert

1921
Am 28. Juli brennen am Alenberg 33 Häuser nieder.

1945
Bei den Bombenangriffen der Alliierten kommen sieben Menschen ums Leben, es werden viele Gebäude zerstört. 

1973
Eingliederung der Gemeinde Göschweiler in die Stadt Löffingen.

1974
Eingliederung der Gemeinde Bachheim in die Stadt Löffingen.

1975
Seit der Verwaltungsreform gehören Dittishausen, Reiselfingen und Unadingen zur Stadt Löffingen.

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Löffingen
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