Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
info

Inklusion

Inklusion - Teilhabe ist ein Grundrecht für alle

Seit Juli 2015 hat die Stadt Löffingen eine Kommunale Inklusionsvermittlerin (KIV) in ihren Reihen. In dieser Funktion möchte ich mich hiermit allen Bürgerinnen und Bürgern vorstellen, die mit mir auf den Weg in eine inklusive Gesellschaft gehen möchten. Mein Name ist Annette Scherzinger und wohne in Löffingen. Auch hauptberuflich habe ich durch meine Arbeit viel mit Menschen mit Behinderung zu tun. Ebenso arbeite ich bereits an einem inklusiven Projekt, dem Inklusionschor Löffingen, dessen Chorleiterin ich bin. Die Stelle der Inklusionsvermittlerin (KIV) wurde mit einer 2-jährigen Qualifizierung durch die Akademie Himmelreich begleitet.

Was bedeutet eine inklusive Gesellschaft und Inklusion?!  Inklusion bedeutet Teilhabe. Teilhabe im Leben, von Kindergartenalter, Schule, Arbeitsplatz, bis zum selbstbestimmtes Wohnen und das so gut wie möglich ohne fremde Hilfe.  Dieses selbstbestimmte Leben ohne fremde Hilfe ist immer noch in vielfältiger Form begrenzt durch Barrieren. Diese Barrieren sind nicht immer so offensichtlich und klar wie ein hoher Bordstein für Eltern mit dem Kinderwagen. Barrieren sind äußere Umstände, zu deren Überwindung man auf fremde Hilfe angewiesen ist. Diese Barrieren führen dazu, dass Beeinträchtigte behindert werden ein selbstständiges Leben zu führen. Ob aber Menschen eine Behinderung haben, ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Behinderungen sind in vielfältiger Weise vorhanden und entstehen auch aus besonderen Situationen – z.B. unterwegs mit dem Kinderwagen, Gipsbein und  Krücken. Und mit Blick auf den Alterungsprozess lässt sich sogar sagen, dass vermutlich jede(r) seine eigene Behinderung entwickeln wird. Gehör, Sehkraft und Beweglichkeit lassen nach. Der erste Ansatz ist jedoch,  gezielt für die Menschen mit einer Beeinträchtigung das Umfeld so zu gestalten, dass eine Teilhabe am selbstbestimmten täglichen Leben ermöglicht wird. Dazu müssen Barrieren abgebaut werden. Die Entscheidung, ob ich in die Stadt gehe, soll nicht davon abhängen, dass der Weg in die Stadt bereits intensiv mit Blick auf zu hohe Bordsteine, schwierigen Ein- und Ausstieg in den Bus und anderen Hürden geplant werden muss. Allzu oft werden diese Hindernisse nicht umgangen, sondern sie führen dazu, dass der Weg  nicht angetreten wird. Der Betreffende verzichtet somit auf die Teilnahme am öffentlichen Leben.  Die Inklusion hat das Ziel, dass sich jeder Mensch darauf verlassen kann, dass er sich frei, selbständig und in eigener Verantwortung  sein Leben gestalten kann.

Inklusion bedeutet aber auch Teilhabe! 10 % der Bevölkerung haben nach offiziellen Angaben eine anerkannte Behinderung. Viele können und wollen sich gern in die Gesellschaft einbringen, wenn wir bewusst auf Barrieren achten und diese abbauen.  Ein Hörgeschädigter kann sich sehr wohl in die Diskussionen einbringen (Teilhabe), wenn er durch technische Hilfen die Barriere der verminderten Hörleistung überwinden und an der Diskussion teilhaben kann.

Eine Stadt ohne Barrieren, in der jeder sich frei und selbstbestimmt einbringen kann, ist eine große Aufgabe, die Ausdauer und Mut zu Veränderungen erfordert. Wir gestalten unsere Stadt. Helfen sie mir mit Ihrer Fachkompetenz und ihrem Wissen um Barrieren. Ich freue mich auf Sie. Bitte geben Sie mir Rückmeldung zur Stadtbegehung oder anderen Themen unter 07654/802-39 oder 0160/4307044 oder per Mail unter inklusion(@)loeffingen.de

Für alle, die bereits jetzt schon mehr zum Thema wissen wollen, verweise ich auf folgende Internetseite: www.behindertenrechtskonvention.info

 

Modellprojekt „Bürgerbewegung für Inklusion“

Ab Januar 2016 stellen 17 Gemeinden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald einen Kommunalen Inklusionsvermittler bzw. eine Kommunale Inklusionsvermittlerin. Sie sind entweder ehrenamtlich, im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung oder einer Teilzeit-Verwaltungsstelle im Auftrag der Gemeinde tätig. Unter dem Slogan „Wir alle! Mit uns inklusiv.“ bauen die Kommunalen Inklusionsvermittler in den jeweiligen Gemeinden Netzwerke und Strukturen auf, um das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zu verbessern.

Die Kommunalen Inklusionsvermittler wurden von der Akademie des Hofguts Himmelreich qualifiziert. Die Praxisbegleitung, ein erster Erfahrungsaustausch sowie der Aufbau unterschiedlicher Netzwerke im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald haben begonnen. Das bislang einmalige Modellprojekt wird unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg. Die Akademie Himmelreich setzt sich schon lange für das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ein. Seit über zehn Jahren arbeiten im Hotel- und Gastronomiebereich des Hofgutes in Kirchzarten Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung gleichberechtigt mit Menschen ohne Behinderung zusammen.

Kontakt Inklusion

Annette Scherzinger
07654 802-42
inklusion(@)loeffingen.de

Sprechzeiten:
Mittwoch 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr

im Rathaus, oder gerne nach Telefonischer Vereinbarung. Auch Hausbesuche sind möglich.