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Fastnachtsfiguren

Laternenbrüder

Blauer Kittel mit schwarzer Hose, schwarzer Rundhut, schwarze Handschuhe (Grundausstattung). Ursprünglich sehr stark an die Fuhrmannskleidung erinnernd. Die Laterne, auch auf dem Kittel mit den Löffeln des Stadtwappens abgebildet, ist das Symbol des Vereins. In der Laterne muss immer ein Pfennig enthalten sein. Warum? Im 19. Jahrhundert (genau 1886) wurde in Löffingen ein Fastnachtsspiel aufgeführt. Es verblieb genau ein Pfennig Überschuss für die Veranstalter. Dieser Pfennig wurde zum Grundkapital der wiedergegründeten Laternenbrüder 1889. Die Laternenbrüder (höchstens 11 Mann) bilden den Narrenrat und sind für die Durchführung der Fastnacht verantwortlich. Auf dem Fässlewagen tragen die Laternenbrüder einen hüftlangen Umhang in den Farben gelb/rot und als Kopfbedeckung ein Barett.

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Hansili

Das Löffinger Hansili sah in den 20er Jahren dem Donaueschinger Hansel sehr ähnlich. Ab 1930 entwickelte sich das typische Löffinger Hansili. Es gehört zu den Baaremer Weißnarren. Sein Leinengewand ist mit unterschiedlichen Motiven bemalt. Vorgeschrieben ist eigentlich nur das Stadtwappen. Die Maske ist eine Kombination zwischen Barock- und Charaktermaske. Auffällig die hohe, gefurchte Stirn mit dem schmucklosen Rosskranz. Nicht fehlen darf natürlich der Fuchsschwanz als Zeichen der Falschheit und die weißen Handschuhe. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass das Löffinger Hansili nur mit einem Gschellriemen von 11 Rollen ausgestattet ist.

Hexengruppe Löffingen

Die Löffinger Hexengruppe ist die älteste Hexengruppe innerhalb Süddeutschlands, gegründet wurde sie 1934. Schon 1928 gab es in Löffingen Hexen, die aber noch nicht organisiert waren. Die Zahl der Aktiven ist auf 28 beschränkt. Jede Hexe muss ihre Maske selbst schnitzen, so dass die Löffinger Hexenmasken nicht einheitlich aussehen. Die Holzmaske ist von einem roten Halstuch eingerahmt. Grüner Kittel, gelber Schurz, brauner Rock und Strohschuhe runden das Bild ab. Obligatorisch ist natürlich der Hexenbesen. Weit über die Baar hinaus bekannt ist der Hexenball, der immer am Fasnetsamschdig in der Löffinger Festhalle stattfindet.

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Reichburgmali

Eine Sagenfigur aus dem Gewann Reichberg. Ursprünglich ein furchterregender Waldgeist, dessen Leinengewand mit Tier- und Waldmotiven versehen ist.

Tritt nur in der Löffinger Raumschaft auf.

Narrenpolizei

(Weiblich und männlich) Schon vor dem ersten Weltkrieg gab es an den Fasnetumzügen die männliche Narrenpolizei. Die Narrenpolizisten tragen bewusst Fantasieuniformen mit allen möglichen und unmöglichen Orden. Aufgabe der Narrenpolizei ist heute die Ordnungssicherung bei Umzügen. Die weibliche Narrenpolizei ist seit 1936 überliefert. Sie trägt eine weiße lange Hose mit roter Jacke. Bei Narrentreffen stehen sie immer an der Spitze des Löffinger Narrenaufgebots.

Die Zwanzigjährigen

Besonders an der Löffinger Fasnet ist der Brauch, die Zwanzigjährigen als Mitglieder in den Verein der Laternenbrüder aufzunehmen. Nachdem die Zwanzigjährigen am "Schmotzigen Dunschdig" erfolgreich den Narrenbaum in der Ortsmitte aufgestellt haben, werden sie auf die Laterne vereidigt. Der offizielle Name der Narrenvereinigung lautet: Verein der Laternenbrüder Löffingen 1889 e.V. Erstmals gegründet wurde der Verein im Jahr 1840, er löste sich jedoch wieder auf und 1889 erfolgte die Wiedergründung.

Burgkeiler

Das Häs besteht aus schwarzem Jeansstoff und wird von einer Schneiderin genäht. Auf dem Rücken des Oberteils ist eine von Hand  gemalte Burgruine zu sehen die jedes Häs somit einzigartig macht. Des Weiteren gehören Fuß- und Armstulpen aus echtem Wildschweinfell, das jedes Mitglied selbst bearbeiten muss, dazu. Auch die einzelnen  Masken aus Kirscholz sind Unikate. Sie werden von Herrn Studinger aus Bonndorf  geschnitzt. Das schwarze Tuch sowie der legendäre Keilerschweif muss von den Mitgliedern selbst an der Maske angebracht werden.

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Reiselfinger Gorizunft

 „Gori“ ist ein altes alemannische Wort und bedeutet nichts anderes als „Geld“. Davon hatten die Reiselfinger in früherer Zeit immer sehr viel, und so wurden sie von den Nachbardörfern als „Gori’s“ bezeichnet. Im Jahre 1993 wurde die „Gori-Zunft“ nach historischen Begebenheiten gegründet. Vereinsziel war und ist, die Fasnet im Ort zu bereichern. Das „Häs“ des „Gori“ wird von den aktiven Mitgliedern selbst genäht. Es zeigt diese beiden Geschichten in eindrucksvoller Weise auf. Es besteht aus einem weinroten Leinenstoff. Das Oberteil ist mit bis zu 650 Münzen, den „Gori-Talern“  abwechselnd in Gold und Silber behängt. Die Hose zeigt als Druck den sich aufbäumenden Schimmel auf dem linken Hosenbein und den Bauern auf dem rechten. Die Maske, entworfen von dem Hüfinger Maskenschnitzer Otmar Mayer, hat 2 Gesichter. Auf der einen Seite zeigt es  den „Gori“, der mit aller Strenge, auf die Münze beißend, dessen Echtheit prüft und auf der anderen Hälfte sein überlegenes, verschmitztes Lächeln. Ein Filzhut und die daraus hervor lodernden Haare vervollständigen die Kopfpartie. Diese wird durch einen Schirm geschützt.

Unadinger-Urhexen

Der Hexenumzug am Fasnetmendig morgen geht schon sehr weit zurück in die 50er Jahre. Der Umzug endete immer am Brunnen der Tante Melanie, später Hexenbrunnen. Hier wurde die Brunnenfigur Tante Melanie als Hexe verkleidet. Da es in den 60er Jahren immer weniger Personen gab, die sich als Urhexen verkleideten entsprang die Idee einer Hexengruppe. So wurden die Urhexen unter dem damaligen Narrenvater Fritz Müller gegründet. Später bestand die Gruppe aus 17, heute aus 21 Mitgliedern. Dies ist gleichzeitig auch die beschlossene Höchstzahl. Erst beim Ausscheiden einer Hexe darf wieder eine nachrücken. Das Erscheinungsbild von damals  ist dem heutigen ähnlich. Gelber Rock, rote Schürze, grüne Bluse, rotes Kopftuch. In den ersten Jahren trug die Gruppe Kunsstoffmasken. Der Unadinger Bildhauer Herman Moser schuf bald die jetzigen Holzmasken, eine jede Maske hat individuelle Züge.

Unadinger-Stiefelhansel

Das Häs des Stiefelhansels ist gelb und blau. Gelb gilt für die helle Hälfte des Tages und blau für die Heimkehr. Ein Stiefel wird um die Schulter an einem Riemen getragen und dient gleichzeitig zur Aufnahme von Gutsele und anderen Krämli. Der zweite Stiefel ist an der Stirne der Larve befestigt, damit der verlorene Stiefel nie vergessen wird. Die Pelzstücke an beiden Seiten der Larve sind zum Verstopfen der Ohren, wenn der Partner gar zu sehr schimpft. Und die Schellen verhindern, dass sich der Stiefelhansel an Fasnacht unerkannt ins Bett schleicht.

Unadinger-Wolfgalgenhexen

Vor der Fasnet 1993 wollten sich 8 junge Männer aus der ehemaligen „Kaer-Club-Disco aktiv der bestehenden Hexengruppe anschließen, jedoch war deren Aufnahmekapazität beschränkt, sodass die Möglichkeit dort nur für jeweils einzelne Personen bestand. Bis alle Mitglieder der ehemaligen „Kaer-Club-Disco wieder in einer Hexengruppe vereint gewesen wären, wären Jahre vergangen. So beschlossen die Jugendliche spontan eine eigene Hexengruppe zu gründen. Von den ehemals acht im Gründungsjahr eingetretenen jungen Männern sind heute noch vier aktiv in der Hexengruppe verblieben. Die Gruppe hat sich Jahr für Jahr vergrößert. Momentan sind es 29 Mitglieder. Sie führen einen Hexenwagen bei Umzügen im Ort und auswärts mit. Der Name Wolfgalgen beruht auf einem Gewann. Man erzählte sich dass hier früher die gefangenen Wölfe auf einem Galgen aufgehängt wurden. Diesen Namen nahm sich die Hexengruppe zu nutze. Auf dem Gewann Wolfgalgen wird seit etlichen Jahren der Fasnetfunken aufgebaut und angezündet.

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