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Stadtgeschichte

Chronik der Stadt Löffingen

Von der frühesten Besiedlung unserer Region zeugen Funde aus der Jungsteinzeit, sowie etwa 2500 gut erhaltene Steinhügel im Raum Löffingen. Sie wurden von 1700 bis 1300 v. Chr. angelegt. Kelten haben von 600 bis 300 v. Chr. diese Grabhügel für Nachbestattungen benutzt. Ein Fernhandelsweg führte aus dem Neckarraum über Löffingen und Stallegg zum Hochrhein.

1. - 12. Jahrhundert

96 bis 81 v. Chr.
Eine Münze des Kaisers Domitian belegt die Anwesenheit der Römer.  

500
Reihengräberfriedhöfe auf dem Alenberg und dem Käppelebuck belegen die Ansiedlung der Alemannen nach 500.

700
Christliche Missionare erbauen die St. Martinskirche.

819
Das Dorf Löffingen wird erstmals 819 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen genannt. 

13. - 16. Jahrhundert

1226
Das Dorf Löffingen fällt nach dem Aussterben der Zähringer (1218) an die Grafen von Urach (ab 1230 Grafen von Freiburg).

1237
Graf Heinrich I von Freiburg (ab 1245 Graf von Fürstenberg) kommt in den Besitz des Dorfes Löffingen.

1261
Gründung der Stadt Löffingen durch Graf Heinrich I von Fuerstenberg.

Ende 13. Jahrhundert
Viele Klöster erwerben Besitz in Löffingen (z. B. St. Blasien, Friedenweiler und Reichenau). Das Kloster St. Gallen hat schon im 9. Jahrhundert Besitz in Löffingen.

1305
Die Stadt Löffingen wird als österreichisches Lehen dem Haus Fürstenberg überlassen.

1318
Das "Löffinger Meß" wird erstmals erwähnt. Der Handel mit Getreide hat schnell an Bedeutung gewonnen. Das heutige Rathaus diente einst als Kaufhaus.

1324
Das älteste Löffinger Siegel zeigt zwei fast senkrecht stehende Löffel, dazwischen eine Lilie. Die Umschrift lautet: "Sigulum Burgentium de Loeffingen" (Siegel der Bürger von Löffingen).

1342
Das Kloster St. Gallen erbaut die Kirche St. Michael. Die alte St. Martinskirche und das letztmals 1435 erwähnte Dorf Löffingen gingen ein.

1439
Im Keller des Gasthauses "Sonne" ist eine Badstube. Das Salpeter und Alaun enthaltende Wasser wird  in Beschreibungen deutscher Heilbäder gerühmt. 1834 versiegte die Quelle.

1524/1525
Löffinger Bauern unterstützen den Schwarzwälder Haufen unter dem Bauernkriegsführer Hans Müller von Bulgenbach und ziehen mit ihm zur Belagerung nach Freiburg und Radolfzell.

1535
Die Stadt Löffingen brennt bis auf ihre aus Stein erbaute Kirche ab.

1571
Die Stadt geht am 4. Juli, dem Fest des Heiligen Ulrich, in Flammen auf. 

17. Jahrhundert

1618
Beginn des 30-jährigen Krieges: Das Volk muss Quartier und Essen geben, Pferde füttern, Fuhren und Vorspann leisten, Botengänge tun. Epidemien und Viehseuchen plagen das Land.

1624
Löffingen wird Sitz eines eigenen Landgerichtes, d. h. das Fürstlich Fürstenbergische Amt Löffingen (nachweisbar seit 1408) bekommt einen eigenen Schafrichter.

1635
Von Oktober 1635 bis März 1636 werden 27 Frauen und 6 Männer aus Löffingen in Blumberg hingerichtet, die zuvor als Hexen denunziert und verurteilt wurden.

18. Jahrhundert

1713
Bis 1715 ließ Pfarrer Markus Bosch die jetzige Kirche um- und neubauen. Der Turm erhielt eine barocke Zwiebel, die 1809 einem Spitzhelm weichen musste.

1725
Reliquien des heiligen Demetrius werden aus Rom nach Löffingen überführt.

1728 bis 1772
Waldprozess der Stadt Löffingen gegen die Standesherrschaft Fürstenberg.

1740
Zum Dank für seine Rettung aus einem Schneesturm lässt ein Wanderer im Gewann Witterschnee ein Kreuz aufstellen. An dem Kreuz entsteht ein bedeutender Wallfahrtsort. Es sind 1751 und 1850 hölzerne Kapellen und 1894 bis 1898 die heutige Kirche gebaut worden.

1744
Löffingen wird Sitz einer Fürstlich Fürstenbergischen Obervogtei (aufgelöst 1821).

1852
Auflösung des Fürstlich Fürstenbergischen Rentamtes. Das Haus Fürstenberg verkauft Amtshaus, Fruchtkasten und Zehntscheuer an Privatpersonen.

1764
7. März - der älteste gesicherte Hinweis auf die Fasnacht findet sich im Stadtarchiv Bräunlingen: Andreas Kern aus dem vorderösterreichischen Oberbränd, wo die Fastnacht verboten war, feiert in Löffingen am Fasnachtsmontag und -dienstag. Man findet ihn später erfroren bei der Weiler Säge.

19. Jahrhundert

1806
Nach Auflösung des Fürstentums Fürstenberg kommt Löffingen zum neu gegründeten Großherzogtum Baden. Das Kloster St. Gallen verliert sein Patronsrecht über die Kirche St. Michael.

1831
Neubau des Kaufhauses, Tieferlegung, Kanalisierung und Abdeckung des offen durch die Stadt fließenden Bittenbachs.

1837
Der Badische Staat löst das Löffinger Schafrichteramt auf.

1848/49
Badische Revolution: Zweimal müssen württembergische Soldaten und Truppen des Deutschen Bundes für Ruhe sorgen. Viele Löffinger Bürger unterstützen die Ziele der Badischen Revolution.

1863
Nachdem das Bürgermilitär aufgelöst war, gründeten 70 Männer die Freiwillige Feuerwehr. Die Bürgerwehrkapelle lebt als Feuerwehrmusik wieder auf.
Bau der Löffinger Friedhofskapelle mit Material der abgebrochenen Antoniuskapelle, die sich früher am Käppelebuck (Standort zwischen Löffingen und Rötenbach) befand.

1873
Bau eines Krankenhauses, das 1921 vergrößert und modernisiert wird. Es dient seit 1985 als Altenpflegeheim St. Martin.

1889
Die Gründung der Zunft der Laternenbrüder ist der Beginn der organisierten Fastnacht in Löffingen.

1895
Einweihung des Kreuzweges zum Schneekreuz.
Größte Hochwasserkatastrophe der Stadtgeschichte.

20. Jahrhundert

1901
Die Eisenbahnlinie Neustadt - Donaueschingen wird eröffnet. Der wöchentlich stattfindende Kornmarkt kommt dadurch zum Erliegen - die Händler bringen nun ihre Waren mitdem Zug bis Donaueschingen und Neustadt.
Konsekration der Wallfahrtskirche Schneekreuz.

1905
Einrichtung des staatlichen Forstamtes in Löffingen. Es fällt 1997 der Verwaltungsreform zum Opfer.

1907
Ein Großfeuer vernichtet 15 Häuser im Winkel.

1914 bis 1918
Im ersten Weltkrieg fallen 41 Löffinger.

1921
Am 28. Juli brennen am Alenberg 33 Häuser nieder, über 200 Menschen werden obdachlos.

1923
Nach dem Wiederaufbau der Innenstadt beginnt der Neubau eines Schulhauses mit Fest- und Turnhalle. Die Inflation verzögert die Arbeiten. 1936 wird die "Adolf-Hitler-Schule" eröffnet. In den Jahren 2010/2011 wird die Festhalle komplett saniert.

1933
Der demokratisch gewählte Bürgermeister Adolf Kuster wird von der NSDAP aus dem Amt entfernt. Es beginnt die politische und gesellschaftliche Gleichschaltung der Gemeinde.

1934
Löffinger "Pfarrerrevolte".

1935
Das Waldbad wird angelegt.

1939 bis 1945
Bei den Bombenangriffen der Alliierten kommen sieben Menschen ums Leben. Im April 1945 besetzen französische Truppen die Gemeinde, Löffingen wird kampflos übergeben. Von den 438 zum Wehrdienst Einberufenen sind 88 Löffinger gefallen, 41 sind vermisst. 19 Häuser waren total, 14 Häuser schwer und 169 Häuser leicht beschädigt.

1946
Seit 1932 finden wieder freie Kommunalwahlen statt. Allmähliche Zulassung von Parteien und Vereinen.

1948
Paul Benitz wird erster demokratisch gewählter Nachkriegsbürgermeister der Stadt Löffingen.

1950
Löffingen erhält die Stadtrechte wieder zurück; 1921 wurde Löffingen zur Stadtgemeinde herabgestuft, 1935 wurde diese Bezeichnung ersatzlos gestrichen.

1951
Große Feierlichkeiten anlässlich der Wiederverleihung der Stadtrechte.

1954
Fertigstellung und Einweihung der evang. Kirche (Johanneskirche).

1970
Eingemeindung von Seppenhofen. Es folgen 1972 Göschweiler, 1973 Bachheim, und 1975 Dittishausen, Reiselfingen und Unadingen.

1973
Nach Auflösung des Landkreises Hochschwarzwald kommt Löffingen zum neu gegründeten Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.

1974
Eröffnung der neu gebauten Realschule.

1975
Die Verwaltungsgemeinschaft mit Friedenweiler tritt am 1. Januar in Kraft.

1978
Gründung der Stadtwerke.

1986
Am ersten Wochenende im August wird das Löffinger Städtlefest ins Leben gerufen.

21. Jahrhundert

2007
1. Löffinger Kulturnacht.

2008
Inbetriebnahme des Nahwärmenetzes im Frühjahr.

2010
Am 30. Oktober wird die Dreifeldsporthalle, die auf dem Fundament des ehemaligen Hallenbades steht, der Öffentlichkeit übergeben.

2011
Der Löffinger Heinz Burger wird Erzabt des Benediktinerklosters Beuron (Erzabt Tutilo).

2012
Einweihung der sanierten Festhalle.

2013
Werkrealschule und Realschule bilden einen Schulverbund.

2014
Der Löffinger Stephan Burger wird Erzbischof der Erzdiözese Freiburg.

2015
Inbetriebnahmen des neuen Bauhofs.

2016 bis 2018
Sanierung des Rathauses.

2017
Ausbau der Breitbandversorgung (schnelles Internet).

2019
1.200-Jahrfeier Löffingens.
Die Elektrifizierung der hinteren Höllentalbahn (Neustadt-Löffingen-Donaueschingen) ist fertiggestellt (14. Dezember - Zugtaufe in Löffingen).

Stadtverwaltung

Löffingen
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